Entsiegelung
Sickerfähige Beläge, Rasengittersteine und begrünte Randstreifen statt durchgehender Asphaltflächen.
Schwammstadt heisst: Niederschlag bleibt dort, wo er fällt. Er versickert, verdunstet und kühlt, statt in der Kanalisation zu verschwinden. Was gespeichert wird, steht im Sommer den Grünflächen zur Verfügung.
Wo Asphalt, Beton und Dachflächen den Boden abdecken, läuft Niederschlag sofort ab. Er fehlt dem Untergrund, den Bäumen und dem Stadtklima, und er überlastet gleichzeitig die Kanalisation.
Das Wasser findet keinen Weg in den Boden. Die Kanalisation läuft über, ungereinigtes Mischwasser gelangt in die Gewässer und Keller stehen unter Wasser.
Ohne Wasser und Grün fehlt die Verdunstungskühlung. Siedlungen heizen sich auf und die Wärme bleibt bis weit in die Nacht in den Flächen.
Was abgeleitet wurde, fehlt in der nächsten Trockenperiode. Stadtbäume und Grünflächen müssen dann mit Trinkwasser versorgt werden.
Quelle: MeteoSchweiz, Trends Starkniederschläge Schweiz 1981 bis 2023
Die Schwammstadt bildet den natürlichen Wasserkreislauf im Siedlungsgebiet nach. Sie nimmt Regen auf, hält ihn zurück und gibt ihn langsam wieder ab.
Flächen entsiegeln und den Regen dort annehmen, wo er fällt. Sickerfähige Beläge statt durchgehendem Asphalt.
Mulden, Retentionsdächer, Kies- und Wurzelräume sowie Zisternen halten das Wasser zurück.
Pflanzen und offene Wasserflächen geben Wasser an die Luft ab. Das kühlt die Umgebung an heissen Tagen.
Was übrig bleibt, geht verzögert in den Untergrund und speist das Grundwasser statt den Kanal.
Wechseln Sie zwischen den beiden Zuständen und sehen Sie, wohin das Wasser geht.
Zum Vergleichen seitlich wischen.
Schwammstadt: Das Gründach speichert selber, der Rest läuft über Fallrohr und Filter in den Speicher. Von dort versorgt die Pumpe Dachgarten, Umschwung, Sportrasen und Baum. Das Wasserspiel läuft im eigenen Kreislauf mit Filtertechnik.
Kein einzelnes Bauwerk, sondern viele Elemente, die zusammen wirken. Jedes hält einen Teil des Niederschlags zurück.
Sickerfähige Beläge, Rasengittersteine und begrünte Randstreifen statt durchgehender Asphaltflächen.
Flache Senken nehmen Starkregen auf, lassen ihn einstauen und verzögert in den Untergrund abgeben.
Begrünte Dächer speichern Niederschlag in Substrat und Drainschicht und geben ihn über Stunden ab.
Grosse, mit Speicherkies verfüllte Baumgruben geben Stadtbäumen Wasser und Luft unter dem Belag.
Speichern allein genügt nicht. Damit Regenwasser zuverlässig in die Grünflächen kommt, braucht es eine durchgehende Kette von der Dachentwässerung bis zur Steuerung.

Zisternen und Flachtanks zum Eingraben, Behälter für Keller und Technikraum sowie Regentonnen für kleine Objekte. Mit Beruhigungszulauf, Überlaufsiphon und Entnahme über Schwimmerfilter.

Vorfilter im Fallrohr oder im Schacht, Feinfilter vor der Entnahme und Spüleinrichtungen. Sie halten Laub, Moos und Feinstoffe zurück, damit Düsen und Tropfrohre nicht verstopfen.

Tauch- und Saugpumpen, Druckerhöhungsanlagen und Hauswasserwerke, ausgelegt auf den Druck und die Menge, die Ihre Bewässerungsgruppen brauchen. Mit automatischer Trinkwassernachspeisung bei leerem Tank.

Füllstandsmessung im Tank, Bodenfeuchte- und EC-Sensoren in der Fläche, Regenmesser und Durchflusszähler. Die Anlage bewässert nach Bedarf statt nach Kalender.

Alle Anlagen auf einer Oberfläche: Füllstände, Verbräuche, Laufzeiten und Störmeldungen. Zugriff vom Büro oder vom Mobilgerät, mit Alarm bei Leckage oder Pumpenausfall.

Steuerungen für Ventile und Pumpen, vom Einzelobjekt bis zur Anlage mit vielen Gruppen. Anbindung über Mobilfunk oder LoRa, damit auch Standorte ohne Netzwerk erreichbar bleiben.
Im Winterhalbjahr füllt sich der Speicher, im Sommer wird er gebraucht. Genau dann, wenn Trinkwasser knapp und teuer ist und Grünflächen am meisten leiden.

Extensive Begrünungen sind so aufgebaut, dass sie ohne Bewässerung auskommen. Sie speichern den Niederschlag im Substrat und geben ihn über Verdunstung ab. Eine Anlage braucht es dort nicht, sie zählen als Auffangfläche.

Dachgärten mit Sträuchern, Stauden und Bäumen brauchen eine echte Bewässerungsanlage. Zonenweise geplant, nach Pflanzengruppe getrennt und über Bodenfeuchte gesteuert.

Wandgebundene Systeme sind auf eine verlässliche Wasserzufuhr angewiesen. Druckkompensierende Tropfer je Pflanzebene, Nachspeisung und Überwachung, damit kein Ausfall unbemerkt bleibt.

Automatische Tropfbewässerung für Kübelpflanzen und Tröge, auch über mehrere Geschosse. Kleine Leitungsquerschnitte, unsichtbar geführt, mit Einzeltropfern pro Gefäss.

Rasen, Staudenflächen und Gehölze rund ums Gebäude. Versenkregner und Tropfleitungen in getrennten Gruppen, ausgelegt auf die Menge, die der Speicher tatsächlich hergibt.

Wurzelbewässerungssysteme bringen das Wasser direkt in den Wurzelraum statt auf den Belag. Kombiniert mit Speicherkies überbrücken Bäume längere Trockenphasen.

Naturrasen und Kunstrasen brauchen die grössten Mengen. Genau dort lohnt sich Regenwasser am meisten, auf Wunsch kombiniert mit Beckenwasser aus dem Schwimmbad.
Jeder Liter aus dem Speicher ist ein Liter, der nicht aufbereitet und bezahlt werden muss. Der Rechner weiter unten zeigt, wie viel in Ihrem Fall zusammenkommt.
Anteil des ausgebrachten Wassers, der tatsächlich bei der Pflanze ankommt. Je gezielter die Methode, desto weniger Verlust durch Verdunstung, Wind und Abfluss.
Der Rechner stellt den Regenwasserertrag Ihrer Dachfläche dem Bedarf Ihrer Grünflächen gegenüber und leitet daraus das Nutzvolumen ab. Die Methode folgt der üblichen Dimensionierung nach DIN 1989-1: massgebend ist der kleinere der beiden Werte, gespeichert wird davon der Anteil einer Trockenperiode.
Grundriss der überdeckten Fläche, nicht die schräge Dachhaut.
Bestimmt den Abflussbeiwert. Begrünte Dächer halten einen Teil selbst zurück.
Richtwert. Den genauen Normwert Ihrer Station finden Sie bei MeteoSchweiz.
1 mm entspricht 1 Liter pro Quadratmeter und Jahr.
Extensive Dachbegrünungen kommen ohne Bewässerung aus und stehen deshalb nicht in der Liste. Sie zählen als Auffangfläche, nicht als Verbraucher.
Erste drei Standjahre, kleiner Wurzelballen.
Mit ausgebautem Wurzelraum, Zusatzwasser in Trockenphasen.
Rechnet mit WC-Spülung und Waschmaschine über das ganze Jahr.
Wie lange die Anlage ohne Regen durchhalten soll. Drei Wochen sind der übliche Ansatz.
Mai bis September sind rund 22 Wochen.
Anteil des Jahresniederschlags, der von Mai bis September fällt.
Starkregen läuft ab oder versickert unter den Wurzelraum.
Auch im nassen Jahr nötig, weil Regen ungleich fällt.
Regenwassernutzung scheitert selten am Tank. Sie scheitert an der Schnittstelle zwischen Dachentwässerung, Speicher, Pumpe und Verteilung. Wir planen diese Kette als Ganzes, bauen sie und halten sie in Betrieb.
Regenwasserspeicher für Grünflächen sind bei uns kein Pilotversuch. Die folgenden Anlagen sind in Betrieb, vom Privatgarten bis zur Überbauung mit 70'000 Quadratmetern.

Beregnung aus Regenwasser, bei Bedarf ergänzt durch Beckenwasser aus dem Schwimmbad.

Grossflächige Anlagen mit Tankreservoir, gespiesen über die Überläufe von Wasserspielen und Teichen.

Vom Privatgarten mit 19'500 Litern bis zur Überbauung mit mehreren Speichern.
Die Schwammstadt ist in der Schweiz fachlich abgestützt und wird vom Bund gefördert.
Wir schauen uns die Flächen an, rechnen Ertrag und Bedarf durch und zeigen, welche Anlagetechnik dazu passt. Die Erstberatung kostet nichts.
Rudolf Hirt AG
Sagmattstrasse 2, 4710 Balsthal
032 322 71 71
info@hirt-ag.ch
www.hirt-ag.ch